Barben Angeln mit der Spinnrute

Schon seit einiger Zeit, hatte ich vor, wieder gezielt mit der Spinnrute auf Barben zu Angeln.

Leider hatte ich hierfür kein geeignetes Gewässer vor meiner Haustür, sodass ich dieses Vorhaben lange Zeit aufschob.

Seit kurzem darf ich allerdings einen kleinen Fluss befischen, der auch einen nennenswerten Barbenbestand aufweist und mir so die Möglichkeit gibt, diese Fischart gezielt in Rauschen und Gumpen mit der Spinnrute zu befischen.

Gut zu wissen

Wie auch der Döbel, ist die Barbe im eigentlichen Sinn ein Friedfisch, welcher zu gewissen Zeiten durch ein hohes Futteraufkommen vor und kurz nach der Schonzeit, zum Raubfisch mutiert. Genau zu diesen Zeiten lassen sich die Barben dann gezielt mit der Spinnrute fangen.

Hierbei setze ich beim Angeln meist auf kleine Gummifische wie den Bobby Trap in 9cm, Spinner wie den Axe Inline Spinner in Gr.3 oder auf Wobbler wie den Ikiru Mini Crank.

Wichtig bei der Köderwahl ist weniger die Optik des Köders, sondern das dieser ins Beuteschema der Barbe passt. Der Köder sollte sehr dicht über den Gewässergrund geführt werden können, denn die Barben sind Bodenbewohner und nehmen ihre Beute direkt vom Grund auf.

Der Biss einer Barbe ist kaum zu verpassen. Meist erinnert der Biss einer Barbe an einen D-Zug, welcher mit vollen Karacho in die Bremse geht. Deshalb ist es auch ganz wichtig, die Bremse der Rolle nicht zu fest schließen. Der Fisch hakt sich eh meist selbst.

Die Ausrüstung:

Die Rutenkombination zum Barbenangeln sollte nicht zu schwach ausfallen.

Ich setze deshalb eine Spro Freestyle Concept 30 Rute ein, welche die perfekten Eigenschaften aus Schnelligkeit und Nachgiebigkeit im Drill perfekt vereint. Generell sollte die Rute für diese Angelei nicht zu straff ausfallen, da Barben leicht zum ausschlitzen neigen.

Neben einer guten Rute ist eine ebenso gut funktionierende Rolle wichtig. Die Rolle, hier im Bild eine Red Arc 2000, muss absolut ruck frei arbeiten um Schnurbrüchen oder Aussteigern bei den rasanten Fluchten entgegenzuwirken.

Bespult wird die Rolle dann mit einer 8er Geflochtenen, der c.a 1,5 m 0,24 Fluocarbon vorgeschaltet werden, dem ein kleiner stabiler Einhänger folgt. Fertig ist das Gespann zur Barbenjagd.

 

Fangbericht

So Ausgestattet konnte ich die letzten Tage und Wochen gleich mehrere tolle Fische an der Spinnrute fangen- wie auch letzte Woche Donnerstag, wo die Fische richtig gut drauf waren und ich an fast jedem Spot einen Fisch haken konnte.

Am Ende des Tages hatte ich schließlich fünf Fische auf der Habenseite, die auf Spinner bzw. Gummi hereinfielen. Die Fische haben mir und meinem Gerät alles abverlangt und ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert.  Unter den gefangenen Fischen waren auch zwei richtig kapitale Bartelträger, die binnen weniger Stunden meinen bisherigen PB zweimal steigerten.

Ich möchte jedem begeisterten Spinnangler diese Fischart ans Herz legen, denn kaum ein anderer Räuber kämpft so ausdauernd und lässt das Adrenalin so kochen wie die Barbe.

Probiert es doch selber mal aus!

Tight Lines! und Petri Heil euer

Simon Gottschall

2017-08-14T06:27:09+00:00