Bekannte Gewässer neu entdecken

Geträu diesem Motto stand ich nach Ende der Schonzeit und des Kunstköderverbotes an meinem Hausgewässer. Häuser und Brücken wurden renoviert, Unrat vom Grund entfernt und Boote versetzt. Ein weiteres Mal hieß es also, das so vermeindlich bekannte Gewässer neu kennen zu lernen. Warum ich in solchen Fällen größtenteils auf das Dropshot Rig zurückgreife und dabei bereits einige schöne Elbkirschen überlisten konnte, lest ihr in diesen Blogeintrag.

Im Gegensatz zu natürlichen Gewässern, verändern sich die städtischen Flüsse, Seen und Kanäle regelmäßig. Fahrräder und andere nicht mehr benötigte Schätze landen im Wasser, Bauarbeiten bringen Schutt ein und bewegliche Unterstände wie Boote, Stege und Flöße werden an einen anderen Ort gebracht. An diese stetigen Änderungen passen sich auch Hecht, Barsch und Zander & Co an. Bewährte Hotspots sind plötzlich verwaist und neue müssen immer wieder ergründet werden. Dabei besteht jedoch immer die Gefahr, nach wenigen Kurbelumdrehungen, in einer der neuen und zahlreichen Köderfallen zu landen. An einem neuen Gewässer leidet die Köderbox an Schwindsucht und die Tour wird schnell von der Lust zum Frust.

Um dem entgegen zu wirken, ist das Dropshot Rig das Erste, was ich nach Ende der Schonzeit, oder an einem neuen Gewässer fische. Der erste Vorteil ergibt sich durch den Aufbau des Rigs. Sowohl der Haken, als auch der Köder stehen einige Zentimeter über dem Grund und dem Gewicht. Bereits hierdurch lassen sich viele Hänger vermeiden.

In Verbindung mit der Sensibilität der Freestyle Dropshot Ruten funktioniert das Blei als ein Warnsignal für jede Unregelmäßigkeit am Grund. Jede Berührung mit einem Fremdkörper wird direkt an den Angler übertragen und durch einen leichten Zug lässt sich der Hänger vermeiden.

Der zweite Vorteil ergibt sich durch die Führungsweise. Wie viele andere gängige Methoden kommt das DS Rig aus den USA und wird dort genutzt, um punktuelle Strukturen gezielt abzufischen. Der Schlüssel dabei liegt in dem Spruch: “Weniger ist mehr!”. Es ist vollkommen unmöglich, einen Köder am Dropshot System ruhig zu halten. Jegliche Bewegung der Hand, des Windes und des Wassers wird direkt an den Gummifisch weitergegeben und verleit  ihm eine natürliche Bewegung.

Dabei ist der Bony Shaker in 8 cm meine erste Wahl. Die weiche Gummimischung verbunden mit den Aussparungen lässt diesen Köder bereits durch kleinste Bewegungen verführerisch spielen. In dieser Größe passt der Köder ideal in das aktuelle Beuteschema der Räuber und verführt auch die großen Räuber, wie dieser Barsch beweist.

Wer das absolute Maximum aus dem Rig herausholen möchte, kommt um den Wechsel zu den Spro Tungsten Dropshot Sinkern nicht herum. Der Unterschied zu den regulären Gewichten aus Blei ist eine neue Welt. Da die Masse des Sinkers insgesamt niedriger ist, als bei konventionellen Bleien, werden sie nicht so starkt durch den Widerstand und die Strömung des Gewässers beeinflusst. Dadurch kommen die SPRO Tungsten Sinker schneller an den Grund und die Übertragung vom Gewicht in die Rute ist ein Erlebnis, das seines Gleichen sucht.

Zusätzlich wird bei einem Abriss auch noch das Gewässer geschont!

 

Probiert es einfach aus und überzeugt euch selber.

 

Tight Lines,

 

Florian Engelke

 

2017-08-14T06:27:08+00:00