Spinnerbaits – ein Köder wie kein anderer

Schaut man sich einen Spinnerbait an, wie er durch das Wasser saust, ahnt man nicht, was dieser Köder für grandiose Vorteile mit sich bingt. Ein Spinnerblatt, das sich mit gleichgültiger Gleichmäßigkeit um seine eigene Achse dreht, immer und immer wieder. Es läuft an einem Wirbel, der an einem Draht befestigt ist, der, von der Seite betrachtet, dem Spinnerbait eine Art Triangel-Form gibt. Unten sitzt ein Bleikopf, garniert mit einem bunten Rubberskirt. Anmutig, den scharfen Haken verdeckend wabert es umher und verpasst dem Spinnerbait ein voluminöses Erscheinungsbild.

Ein großer Vorteil – das auswechselbare Spinnerblatt. Hiermit bleibt man garantiert variabel!

Ambush Jr. Spinnerbait

Spinnerbaits wurden für das BlackBass angeln in Amerika entwickelt, wo sie vorzugsweise im Cover gefischt werden, also zwischen Seerosen, im Kraut oder an versunkenen Bäumen. Die Triangel förmige anordnung des Köders erlaubt es in solchen Gefilden weitgehend Hängerarm zu fischen. Der große Einzelhaken dieses Köders ist durch den Arm an dem das Spinnerblatt läuft gegen Hänger geschützt. Das Amerikanische Vorbild hat keine geschlossene Öse um den Bait mit einem Snap zu befestigen, da die Jungs bei der Black Bass Jagd den Köder einfach nur anknoten. Das wurde beim Ambush Jr. Spinnerbait berücksichtigt und so hat er eine geschlossene Öse.

Ein weiteres Merkmal, das den Köder ausmacht ist sein Spinnerblatt- hier gibt es verschiedene Formen:

  • Willow Blade (Weidenblattförmig, schmal, weniger Druck)
  • Colorado Blade (Tropfenförmig, breit, viel Druck)

Beim Ambush Jr. Spinnerbait können wir selber entscheiden welches Spinnerblatt wir fischen, und so Lauftiefe und Geschwindigkeit steuern, mit der der Köder präsentiert werden soll. Das Spinnerblatt lässt sich ganz einfach über einen Quickchange-Snap wechseln.

Der große und scharfe Einzelhaken lässt sich noch, wenn man es denn will, mit einem Trailer, also einem Gummiköder, garnieren. hierbei sollte man jedoch keine zu druckvollen Köder benutzen, denn sonst kann es leicht passieren, dass der Spinnerbait zu kippen, bzw zu rotieren beginnt.

Mit einem Gesamtgewicht von 29 Gramm, wovon 18 Gramm allein der Bleikopf wiegt, eignet sich dieser Spinnerbait für die unteschiedlichsten Gewässertypen und Tiefen. Die 15cm Länge ist ideal für die hier vorkommenden Räuber und stellt eine absolute Optimalgröße dar.

Macht nicht nur einen stabilen Eindruck, sondern ist es auch!

Spinnerbait führen

Spinnerbaits sind sehr anfängerfreundliche Köder, die man mit einfachem Einkurbeln schon zum arbeiten bekommt. Natürlich sind beim Einkurbeln der Fantasie keine Grenzen gesetzt und man kann mit der Einholgeschwindigkeit viel experimentieren und variieren. Spinstops sind auch immer wieder gern gesehene Showeinlagen, die die Fische um den Verstand bringen.

Ein kleiner Tip am Rande:

Ist die Tiefe des Spots nicht bekannt, so wie die Lauftiefe des Baits, lasse ich den Köder beim ersten Wurf gerne bis zum Grund durchsacken und zähle die Sekunden. In den nächsten Würfen lasse ich den Köder dann mal 25% der Absinkphase absinken bevor ich zu kurbeln beginne, in den nächsten Würfen dann 50% und so weiter. So kann ich auch die gesamte Wassersäule absuchen und angle nicht blind.

Der Anstellwinkel der Rute, flach oder hoch gehalten, sorg ebenfalls für eine Variation der Lauftiefe, hier gilt es, aufgrund von unterschiedlichen Rutenlängen, Rollenübersetzungen und Schnurstärken, das eigene Optimum für das eigene Gewässer zu finden.

Auch wenn ein Fisch den Köder mal richtig wegmetert, der Einzelhaken lässt sich einfach lösen.

Zielfisch Hecht Barsch Zander

In meinen Augen ist der Spinnerbait in erster Linie eine Bank wenn die Hechte im Kraut stehen. Zwischen Seerosen, Elodea und anderen Wasserpflanzen fühlen sich die gut getarnten Lauerjäger bekanntlicherweise besonders wohl. Hier kann der Spinnerbait seine Trümpfe voll ausspielen. Hat man dennoch einmal Kraut gefangen, reicht ein kräftiger Ruck mit der Rute und der Köder ist wieder Krautfrei. Aber auch Barsche, vorallem die größeren Vertreter dieser Art, stürzen sich gelegentlich auf diesen Köder. Einige Zanderbeifänge konnte ich bisher ebenfalls verbuchen, diese sind mir beim langsamen, durchkurbeln in Grundnähe eingestiegen.

Flachwasser, Kraut und Spinnerbait. Für mich die absolute Top-Kombi.

Am Ende des Tages fängt fast jeder Köder seinen Fisch. Die Frage ist nur wann und wo ich welchen Köder richtig einsetzen muss.
Ein Spinnerbait in Schockfarbe und ein Spinnerbait in natürlichem Dekor sollte in keiner gut sortierten Angelkiste fehlen.

Zum Verstauen bieten sich unter Anderem Vorfachtaschen an. Der Köder hat in etwa den Umfang einer CD, und ist ähnlich flach wie eine, nimmt also wenig Platz weg.

Ich hoffe dieser Post hat euch ein wenig angeregt mal etwas neues auszuprobieren und auch die letzten Zweifel an diesem Draht-Kleiderbügel verpuffen lassen.

Ich wünsche euch allzeit Petri Heil und viel Erfolg am Wasser!

Tobias Brenneken